Kindergarten

Kita-Workshops, Aktivoli-Messe und Großveranstaltung – ein Ausblick auf 2015

Kleeblatt-6Ein Jahreswechsel bringt immer neue Hoffnungen, gute Vorsätze und Wünsche mit sich. Was haben Sie sich für das neue Jahr vorgenommen? Obwohl das Jahr bereits einige Tage alt ist, stellen wir uns vom eben im Leben-Team gerne noch diese Frage. Und die Antwort darauf ist einfach –  viel!

Der Terminkalender des eben im Leben-Teams füllt sich: Die Aktivoli-Börse im Februar, ein Flohmarkt im Mai und ein großes Fest für Kinder und Senioren gemeinsam mit anderen Vereinen im September. Dazwischen viele bunte „Was ist bloß mit Opa los?“-Workshops mit Kindern, die Organisation einer Fotoausstellung, die Ende 2015 auf den Weg gebracht werden soll. Dann sind da noch die einen und anderen Anträge, die geschrieben werden wollen.

Auch die öffentliche Darstellung wird 2015 etwas abgewandelt – denn wir möchten noch persönlicher werden. Dafür wird es neue Infobroschüren geben und wir werden uns noch präsenter den Hamburger Kitas zeigen. Außerdem stehen Kooperationen mit anderen Verbänden sowie die Mitgliederwerbung in eigener Sache an.

Für einen jungen Verein ist das ziemlich viel. Aber wer nicht wagt, der nichts erreicht. Und wenn man einen Rückblick auf unsere ersten sechs Monate wagt, dann kann man schon ein wenig stolz sein. Immerhin dürfen wir auf zwei große Veranstaltungen im Rahmen der Hamburger Demenzwoche im September 2014 blicken. Dann war da noch der Online-Voting-Wettbewerb von RWE, bei dem wir Dank einer tollen Community den 15. Platz gemacht und somit ein Preisgeld erhalten haben haben. Auch vergessen wir unsere 600 Facebook-Freunde nicht, die sich innerhalb von sechs Monaten gefunden haben. Toll ist auch, wie das Blog hier angenommen wird. Klar, 34 Beiträge innerhalb eines Jahres ist nicht die Welt, aber 6700 Besucher von Mai bis Dezember schon. Wir glauben auch, dass Bilder mehr als Worte sagen und mit insgesamt 195 Fotos sind wir schon ganz gut im Rennen. Doch in diesem Jahr wollen wir mehr: Mehr Fotos, mehr Besucher und auch auch mehr tolle Tage. Immerhin besuchten uns im vergangenen Jahr an unserem besten Tag 176 Besucher innerhalb von 24 Stunden.

Ob wir diese Marken wirklich knacken werden, ist nicht wichtig. Es kommt 2015 darauf an, dass wir MACHEN statt Planen, dass wir vielen Kindern Wege aufzeigen, mit einer Demenzerkrankung in der Familie gut und selbstsicher umzugehen. Dass wir Ansprechpartner für sie sind, aber auch für Eltern und Kindertageseinrichtungen. Kurz gesagt: Dass wir einfach einen guten Job machen. (nk)

Was zwei Buchstaben so ausmachen können

Foto_Finanzamt

Jetzt ist es amtlich: Der Verein eben im Leben hat sich gegründet. Alle Formalitäten sind erledigt. Foto: Kuchenbecker

Zwei kleine Buchstaben haben eine große Wirkung. So ist es zumindest bei uns. Denn neuerdings tragen wir da was hinter unserem Namen. Um genau zu sein seit heute. Ein e und ein V. Klar, das ist eine Abkürzung, die wohl jeder kennt: eben im Leben ist ein Verein. In der vergangenen Woche kam das Go vom Finanzamt zu unserer Satzung und der Gemeinnützigkeit. Und auch die Gründungssitzung und den Notar haben wir geschafft.

Mir war schon ein wenig feierlich zumute, als Claudia Unruh zum Stift griff, um beim Notar mit ihrer Unterschrift die Eintragung ins Vereinsregister perfekt zu machen. In diesem Moment sah ich all die Mühen der vergangenen Monate von uns abfallen. Es war jetzt mit einem mal alles so einfach. „Nun sind wir keine zwei Muddies, die mal was mit Demenz und Kindern machen“, dachte ich, „jetzt sind wir ein ordentlicher Verein, der Ziele und Aufgaben hat.“

Aber weder Claudia Unruh noch ich als Vorsitzende des Vereins sind von bedeutender Wichtigkeit. Unser Projekt „Was ist bloß mit Opa los?“ ist es. Denn wir möchten den Kindern aus Hamburg und näherer Umgebung die Möglichkeit bieten, sich mit diesem wichtigen Thema Demenz auseinander zu setzen. Sie stärken auf das, was vielleicht auch auf sie zukommen wird. Und dieses Angebot möchten wir allen Kindern ab vier Jahren zugänglich machen.

Das ist allerdings nur durch Sponsoren, Spenden und Fördermittel möglich. Denn den Kindergärten ist es frei gestellt, was sie an uns bezahlen. Das hängt nicht vom wollen, sondern vom können ab. Kindergärten verfügen nicht über große Budgets, die sie verwenden können. Daher zahlen sie uns das, was sie können.

Daher sind wir auf viel Hilfe und Wohlwollen von derer Seite angewiesen. Die ersten Unterstützer sind da und es werden weitere folgen. Auch bekannte Persönlichkeiten werden uns weiterhelfen, für eben im Leben ein gutes und gewichtiges Wort in den Alltagsstress unserer Mitmenschen einzuwerfen. Und schon jetzt möchten wir uns bei den Menschen bedanken, die uns bislang geholfen haben. Das sind natürlich unsere Unterstützer, wie man hier nachlesen kann. Es sind aber auch die Menschen im Hintergrund, die seit Monaten uns „Muddies“ den Rücken frei halten, die die Kinder abends in Bett bringen, bei den Hausaufgaben helfen oder uns Luft für ein bisschen Freizeit verschaffen. Es sind die Menschen, die uns helfen, dass wir wieder am Computer Anfragen aussenden, Veranstaltungen planen oder den nächsten Blogbeitrag verfassen können.

Es gibt viel zu tun. Und nur, weil es da jetzt zwei Buchstaben an unserem Namen hängen, sind wir noch lange nicht am Ziel. Aber wir sind einen großen Schritt weiter. (nk)

„Dann wohnt das Gehirn direkt unter dem Regenbogen“ – gelungener Start von „Was ist bloß mit Opa los?“

Ein gelungener erster Tag: Die Kinder waren neugierig auf das Gehinmodell. Foto: Kuchenbecker

Ein gelungener erster Tag: Die Kinder waren neugierig auf das Gehinmodell. Foto: Kuchenbecker

Was für ein toller Tag. So voller Aufregung, Anspannung und Entspannung. Ein Tag, der hätte nicht besser sein können. Denn die Kinder bei unserem Pilotprojekt waren einfach umwerfend.

Statt angemeldeten zehn Kindern für unser Projekt „Was ist bloß mit Opa los? „wollten plötzlich 17 (!) Kinder unbedingt mitmachen. Wie schön, wenn man auf alles vorbereitet ist und genug Gehirne zum Ausmalen dabei hat. Ja, ein Gehirn auszumalen, kann zur echten Kunst werden. Und so wurde die Malvorlage liebevoll mit Herzchen und Blüten, Lufballons und Girlanden verziert. Eifrig wurden Buntstifte getauscht, damit alles in den schönsten Farben leuchten konnte. Der Einstieg in unser Projekt war gelungen. Und die Kinder waren wissbegierig und so gar nicht ahnungslos. Sie wussten viel, dass man beispielsweise bei dieser Wärme viel trinken muss, sonst kann einem der Kopf echt wehtun.
Wir erfuhren von zahlreichen Unfällen, die den Kindern mit dem Kopf so passiert waren: Sie sind  aus dem Bett der Eltern gekracht,  aus dem eigenen, aus Omas Bett. Teilweise überschlugen sich ihre Stimmen, weil alle gleichzeitig reden wollten. Und es auch taten. Herrlich. Die Kinder haben über ihre schönsten Erlebnisse mit Oma und Opa gesprochen, über Schwimmbadbesuche und den DOM und über das gemeinsame Spielen. Auch der Tod wurde thematisiert.  Ana Zoe (5) mit dem wohl schönsten Satz des Tages dazu: „Dann wohnt das Gehirn direkt unter dem Regenbogen!“
Eigentlich hätten wir von unserem Gehirnmodell vier oder fünf haben müssen oder am besten gleich eines für jedes Kind, so rege war das Interesse. Für die Kinder war es ein echtes Highlight das Modell auseinander zu nehmen und wieder zusammen zu setzen.  Jeder wollte es anfassen, fühlen, puzzeln, es untersuchen, es erkunden.
Es war ein gelungener erster Tag bei den Kleinen Füßen in Barmbek und wir freuen uns schon jetzt auf morgen. (CU)