Projekt: Was ist bloß mit Opa los?

Opa ist tüdelig. Denn Opa hat irgendwie die Orientierung über sein Leben verloren. Was gerade eben noch geschah, ist wie weggeblasen. Ausgelöscht. Es geht mal in ganz kleinen, mal in ganz großen Schritten zurück in die Vergangenheit. Unaufhaltsam.

Wenn ein Großelternteil an Demenz erkrankt, steht meist die gesamte Familie Kopf. Überforderung, Hilflosigkeit und Angst machen sich breit. Kinder leiden am meisten unter der Situation, wenn Oma oder Opa auf einmal so anders sind. Besonders schlimm wird es, wenn das Kind dabei buchstäblich „vergessen“ wird.

Hier setzt eben im Leben mit dem Workshop „Was ist bloß mit Opa los“ für Kinder an. Denn Projektarbeit kann helfen, mit der ungewohnten Situation umzugehen. Erklärend, präventiv. Manchmal auch akut.

In zwei Modulen „schulen“ wir Kinder ab einem Alter von vier Jahren im Umgang mit der Krankheit Demenz und all ihren Formen. Kita-Kinder erlernen den Umgang mit einem erkrankten Menschen  theoretisch und praxisnah. Ein Kopfmodell und Knete helfen bei der Veranschaulichung. Ein Besuch in einer Pflegeeinrichtung und die Selbsterfahrung durch Theaterspielen fördern zudem die Sensibilität des Kindes und unterstützen es, eigne Ängste und Vorurteile abzubauen. Ein kindgerechtes aufgearbeitetes Wissen stärkt das eigene Bewusstsein und lässt schon Kinder sehr früh handlungsfähig werden.

Das Demenz-Projekt „Was ist bloß mit Opa los?“ gibt es für Kita-Kids als dreitägiges Komplettpaket und für Grundschulkinder als fünftägige Projektwoche.

Terminanfragen und weitere Informationen unter Telefon 04102/519822 oder per Mail an claudia.unruh@ebenimleben.de