Warum wir tun was wir tun – eine Liebeserklärung

Gemeinsam miteinander: Junge und alte Menschen inspirieren sich gegenseitig. Foto: Kuchenbecker

Gemeinsam miteinander: Junge und alte Menschen inspirieren sich gegenseitig. Ihnen dabei zuzusehen ist eine große Freude. Foto: Kuchenbecker

Es ist eine Herzensangelegenheit. Es ist eben so. Eine ausführliche Erklärung ist gar nicht nötig. Aber dennoch wollen wir sie geben. Denn immer wieder werden wir in sozialen Netzwerken mit der „Sinnfrage unseres Projektes“ konfrontiert.

Dabei ist alles so einfach. Wir arbeiten gerne mit Kindern. Wir beschäftigen uns mit wichtigen Themen. Wir achten auf unsere Gesundheit. Wir wert-schätzen unsere Mitmenschen und haben Respekt vor dem Alter. Wir sind beide Mütter, die wollen dass ihre Kinder weltnah aufwachsen. Und dazu gehört eben auch das Thema Demenz. Denn es gibt viele Menschen, die an einer Form von Alzheimer erkranken. Und es werden in den kommenden Jahren noch mehr werden.

Damit wir die Toleranz gegenüber erkrankten Menschen wahren, möchten wir eine Brücke zwischen den Generationen bauen. Wir möchten die Sinne von Kindern und deren Eltern für die Erkrankung Demenz schärfen. Wir möchten aber auch die Naivität, die Gelassenheit und die Unbeschwertheit der Kinder bewahren.

Kinder können brillant mit schwierigen Situationen umgehen, denn sie reduzieren alles auf ein Minimum, auf eine wundersame Einfachheit. Ihnen ist nichts oder nur selten etwas von Natur aus peinlich. Darum gehen sie auch zwanglos an ältere Menschen heran – wenn wir sie nur machen lassen würden. Die Anonymität der Großstadt frißt uns förmlich auf. Der Kontakt zwischen jung und alt wird auf ein Mindestmaß reduziert. Ein Schwatz mit der alten Dame von gegenüber ist heute eher eine Seltenheit.

Es ist so schön zu sehen, wie unbeschwert Kinder mit älteren Menschen umgehen, welche empathischen Fähigkeiten sie an den Tag legen. Und die Alten geben so viel zurück – Normalität kehrt ein. Und diese tut jeder Generation gut. Und genau das lieben wir an dieser Arbeit. Eben im Leben ist eine Herzensangelegenheit und „Was ist bloß mit Opa los?“ ist ein Projekt, das uns stolz macht.

Wir sind keine Anlaufstelle für Angehörige, die sich im Umgang mit ihren dementen Eltern informieren möchten. Das können und wollen wir nicht leisten. Da gibt es durchaus versiertere Anlaufstellen oder Selbsthilfegruppen. Wir setzen als Brückenbauer auf die kleinen Dinge: auf unsere Kinder, die ihre Fröhlichkeit im Umgang mit den älteren Mitmenschen in die Welt tragen und so ein Vorbild sein können. Besonders für uns große, uns so Erwachsene. (nk)

 

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