Monat: Juni 2014

Was zwei Buchstaben so ausmachen können

Foto_Finanzamt

Jetzt ist es amtlich: Der Verein eben im Leben hat sich gegründet. Alle Formalitäten sind erledigt. Foto: Kuchenbecker

Zwei kleine Buchstaben haben eine große Wirkung. So ist es zumindest bei uns. Denn neuerdings tragen wir da was hinter unserem Namen. Um genau zu sein seit heute. Ein e und ein V. Klar, das ist eine Abkürzung, die wohl jeder kennt: eben im Leben ist ein Verein. In der vergangenen Woche kam das Go vom Finanzamt zu unserer Satzung und der Gemeinnützigkeit. Und auch die Gründungssitzung und den Notar haben wir geschafft.

Mir war schon ein wenig feierlich zumute, als Claudia Unruh zum Stift griff, um beim Notar mit ihrer Unterschrift die Eintragung ins Vereinsregister perfekt zu machen. In diesem Moment sah ich all die Mühen der vergangenen Monate von uns abfallen. Es war jetzt mit einem mal alles so einfach. „Nun sind wir keine zwei Muddies, die mal was mit Demenz und Kindern machen“, dachte ich, „jetzt sind wir ein ordentlicher Verein, der Ziele und Aufgaben hat.“

Aber weder Claudia Unruh noch ich als Vorsitzende des Vereins sind von bedeutender Wichtigkeit. Unser Projekt „Was ist bloß mit Opa los?“ ist es. Denn wir möchten den Kindern aus Hamburg und näherer Umgebung die Möglichkeit bieten, sich mit diesem wichtigen Thema Demenz auseinander zu setzen. Sie stärken auf das, was vielleicht auch auf sie zukommen wird. Und dieses Angebot möchten wir allen Kindern ab vier Jahren zugänglich machen.

Das ist allerdings nur durch Sponsoren, Spenden und Fördermittel möglich. Denn den Kindergärten ist es frei gestellt, was sie an uns bezahlen. Das hängt nicht vom wollen, sondern vom können ab. Kindergärten verfügen nicht über große Budgets, die sie verwenden können. Daher zahlen sie uns das, was sie können.

Daher sind wir auf viel Hilfe und Wohlwollen von derer Seite angewiesen. Die ersten Unterstützer sind da und es werden weitere folgen. Auch bekannte Persönlichkeiten werden uns weiterhelfen, für eben im Leben ein gutes und gewichtiges Wort in den Alltagsstress unserer Mitmenschen einzuwerfen. Und schon jetzt möchten wir uns bei den Menschen bedanken, die uns bislang geholfen haben. Das sind natürlich unsere Unterstützer, wie man hier nachlesen kann. Es sind aber auch die Menschen im Hintergrund, die seit Monaten uns „Muddies“ den Rücken frei halten, die die Kinder abends in Bett bringen, bei den Hausaufgaben helfen oder uns Luft für ein bisschen Freizeit verschaffen. Es sind die Menschen, die uns helfen, dass wir wieder am Computer Anfragen aussenden, Veranstaltungen planen oder den nächsten Blogbeitrag verfassen können.

Es gibt viel zu tun. Und nur, weil es da jetzt zwei Buchstaben an unserem Namen hängen, sind wir noch lange nicht am Ziel. Aber wir sind einen großen Schritt weiter. (nk)

„Danke für ein tolles Projekt“

Blumen, Pralinen und ein Danke von den Kleinen Füßen. Foto: Kuchenbecker

Blumen, Pralinen und ein Danke von den Kleinen Füßen. Foto: Kuchenbecker

Was für eine Überraschung heute morgen. Da bat mich die Kita-Leitung doch einfach mal in ihr Büro, um mich mit Blumen und Pralinen zu überraschen. Ein kleines Dankeschön für eurer tolles Projekt, hieß es. Ich habe mich mächtig gefreut, denn es sind immer die ganz kleinen Gesten, die ganz großes bewirken. In unserem Fall: Wir werden jetzt noch intensiver die Vereinsgründung, die Öffentlichkeitsarbeit und die Sponsorensuche für „Was ist bloß mit Opa los?“ vorantreiben und uns bei den Kindergärten unserer Stadt vorstellen. Damit noch mehr Kinder tolle Erfahrungen mit an Demenz erkrankten Menschen machen können.

Auch wir geben ein Danke an die Kinder und das Team der Kita zurück, die uns so wunderbar geholfen haben, die Stärken und Schwächen unseres Demenz-Präventions-Projektes herauszufinden. Danke auch an euch. Ihr seid alle so großartig. (nk)

Knifflig, aber lösbar – unser Legoland-Gewinnspiel

Foto: KuchenbeckerManche Dinge im Leben sind einfach, mache etwas schwerer und kniffliger. Aber dennoch lösbar, wenn man das gewisse Quentchen Glück dazu hat. Und so ist es auch mit unserem Gewinnspiel. Hier ist nicht so sehr das Wissen gefragt, sondern eher ein gutes Augenmaß.

eben im Leben verlost in Kooperation mit dem Legoland Billund Resort zwei Familien-Tageskarten für den Park in Dänemark. Wer also einen vergnüglichen Tag, gerne auch generationsübergreifend, erleben mag, sollte einfach mal mitmachen. Es gibt kein Like-Zwang um dabei zu sein. Natürlich freuen wir uns über ganz viele „Gefällt mir“-Klicks, aber es ist kein Muss.

Und so funktioniert es: Vom 8. bis 15. Juni posten wir auf unserer Facebookseite www.facebook.com/ebenimleben Foto-Hinweise direkt aus dem Legoland zu unser Gewinnfrage. Und die kann eigentlich ganz einfach geschätzt werden: Wie viele Lego-Steine befinden sich in diesem Glas? Alle Hinweise werden zudem ab dem 11. Juni täglich auf unserer Homepage in einer Bildergalerie zusammengefasst. Wer also einen Tipp verpasst, kann hier nachlesen.

Mitmachen kann jeder, der über 18 Jahre alt ist und uns eine Privatnachricht auf unserem Account eben im Leben bei Facebook oder eine Email an info@kuchenbecker-kommunikation.de, Stichwort: eben im Leben Gewinnspiel sendet. Alle richtigen Lösungen kommen in einen Topf und die Gewinner werden ausgelost und von uns schriftlich benachrichtigt. Einsendeschluss ist der 16. Juni 2014. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Teilen und weitersagen ist ausdrücklich erwünscht. Viel Glück!

P.S.: Natürlich sind wir nicht nur aus Spaß in Dänemark. Auch hier geht es wieder um unser Demenz-Projekt „Was ist bloß mit Opa los?“.  Aber mehr dazu in der kommenden Woche.

 

Warum wir tun was wir tun – eine Liebeserklärung

Gemeinsam miteinander: Junge und alte Menschen inspirieren sich gegenseitig. Foto: Kuchenbecker

Gemeinsam miteinander: Junge und alte Menschen inspirieren sich gegenseitig. Ihnen dabei zuzusehen ist eine große Freude. Foto: Kuchenbecker

Es ist eine Herzensangelegenheit. Es ist eben so. Eine ausführliche Erklärung ist gar nicht nötig. Aber dennoch wollen wir sie geben. Denn immer wieder werden wir in sozialen Netzwerken mit der „Sinnfrage unseres Projektes“ konfrontiert.

Dabei ist alles so einfach. Wir arbeiten gerne mit Kindern. Wir beschäftigen uns mit wichtigen Themen. Wir achten auf unsere Gesundheit. Wir wert-schätzen unsere Mitmenschen und haben Respekt vor dem Alter. Wir sind beide Mütter, die wollen dass ihre Kinder weltnah aufwachsen. Und dazu gehört eben auch das Thema Demenz. Denn es gibt viele Menschen, die an einer Form von Alzheimer erkranken. Und es werden in den kommenden Jahren noch mehr werden.

Damit wir die Toleranz gegenüber erkrankten Menschen wahren, möchten wir eine Brücke zwischen den Generationen bauen. Wir möchten die Sinne von Kindern und deren Eltern für die Erkrankung Demenz schärfen. Wir möchten aber auch die Naivität, die Gelassenheit und die Unbeschwertheit der Kinder bewahren.

Kinder können brillant mit schwierigen Situationen umgehen, denn sie reduzieren alles auf ein Minimum, auf eine wundersame Einfachheit. Ihnen ist nichts oder nur selten etwas von Natur aus peinlich. Darum gehen sie auch zwanglos an ältere Menschen heran – wenn wir sie nur machen lassen würden. Die Anonymität der Großstadt frißt uns förmlich auf. Der Kontakt zwischen jung und alt wird auf ein Mindestmaß reduziert. Ein Schwatz mit der alten Dame von gegenüber ist heute eher eine Seltenheit.

Es ist so schön zu sehen, wie unbeschwert Kinder mit älteren Menschen umgehen, welche empathischen Fähigkeiten sie an den Tag legen. Und die Alten geben so viel zurück – Normalität kehrt ein. Und diese tut jeder Generation gut. Und genau das lieben wir an dieser Arbeit. Eben im Leben ist eine Herzensangelegenheit und „Was ist bloß mit Opa los?“ ist ein Projekt, das uns stolz macht.

Wir sind keine Anlaufstelle für Angehörige, die sich im Umgang mit ihren dementen Eltern informieren möchten. Das können und wollen wir nicht leisten. Da gibt es durchaus versiertere Anlaufstellen oder Selbsthilfegruppen. Wir setzen als Brückenbauer auf die kleinen Dinge: auf unsere Kinder, die ihre Fröhlichkeit im Umgang mit den älteren Mitmenschen in die Welt tragen und so ein Vorbild sein können. Besonders für uns große, uns so Erwachsene. (nk)

 

Adelheid: „Junge Erdbeeren gehören zu mir!“

Adelheid mag in ihrer Erdbeerbude die Gespräche mit der Jugend. Foto: Unruh

Adelheid mag in ihrer Erdbeerbude ( Hornbrooker Hof) die Gespräche mit der Jugend. Foto: Unruh

Was für eine Freude, was für ein Lachen. Wer  Adelheid an diesen sommerlichen Tagen in der Erdbeerbude sieht, staunt über soviel Vitalität und gute Laune. Adelheid ist mitten drin im Leben, jeden Tag ,von Montag bis Sonnabend  und das mit ihren weit über 70 Jahren. Kinder stehen täglich vor der kleinen Bude und lauschen ihren Geschichten. Adelheid: „Ich finde jung und alt gehören zusammen, wir können uns doch super ergänzen. Mich halten die Gespräche mit den Kindern frisch und diese profitieren vielleicht auch von meiner Erfahrung und Tipps. Ich weiß dadurch auch immer, was gerade so angesagt ist. Das ist doch wichtig, die Generationen sollten sich nicht voneinander abkapseln und in ihren eigenen Welten leben. Deswegen finde ich es so wunderbar, dass es Projekte wie ,Was ist bloß mit Opa los?‘  von eben im Leben gibt. Verständnis und Toleranz füreinander müssen die Schlüssel zu unseren Herzen sein.“

Adelheid war übrigens in ihrer Jugend Turniertänzerin. Mit ihrem mittlerweile verstorbenen Mann hat sie viele Turniere gewonnen. Wenn Adelheid nicht in der Erdbeerbude steht, modelt sie einmal im Monat für einen namhaften Modehersteller und führt voller Leidenschaft  die neuesten Modelle auf dem Laufsteg vor.  Sie liebt schöne Kleidung und ist immer perfekt geschminkt. „Das alles hält mich innerlich jung und vergnügt. Soll ich zu Hause sitzen und Trübsal blasen? Nein, dass kommt nicht in die Tüte.“

Wir wünschen Adelheid noch viele gesunde Sommer mit zahlreichen inspirierenden Gesprächen in der Erdbeerbude und auf dem Laufsteg.