Monat: Mai 2014

U6+Ü80: Kinder bringen Normalität für alte Menschen

Jung und alt gehören zusammen – das belegt nun auch eine wissenschaftliche Studie der EH Freiburg. Foto: Kuchenbecker

Jung und alt gehören zusammen – das belegt nun auch eine wissenschaftliche Studie der EH Freiburg. Foto: Kuchenbecker

Jung und Alt gehören zusammen. Wie die zwei unterschiedlichen Generationen voneinander profitieren können, war lange unklar. Denn es herrscht von junger Seite mehr Ablehnung und Frust gegenüber den älteren Menschen in unserer Gesellschaft denn Zuneigung, Verständnis oder gar Normalität. Daher ist das Forschungsprojekt „Intergenerative Begegnungen“ der Evangelischen Hochschule (EH) Freiburg zwei Jahre lang der Frage nachgegangen, welche Schritte notwendig seien, um Junge und Alte zusammenzubringen. Die Ergebnisse sind erstaunlich.

„Begegnungen von Kindern und alten Menschen sind keine Selbstläufer, zu unterschiedlich sind die Interessen und Bedürfnisse der Beteiligten“, sagte Dörte Weltzien, Professorin für Kindheitspädagogik an der EH Freiburg bei der Vorstellung der Forschungsergebnisse. Gemeinsam mit dem Gerontologen Prof. Dr. Thomas Klie leitet sie das Projekt, bei dem regelmäßig Besuche von Vorschulkindern in Altenhilfeeinrichtungen organisiert worden waren.  Projekt-Partner dabei waren Kindergärten, ein Familienzentrum sowie eine Wohngruppe für Menschen mit Demenz; wissenschaftlich begleitet haben die Evangelische Hochschule, das Zentrum für Kinder- und Jugendforschung und das AGP Sozialforschung an der EH Freiburg die Studie.

Kinder bringen bereits in jungen Jahren stereotype Altersbilder mit („alte Menschen können gar nichts mehr“), gleichzeitig haben sie ein Forscherinteresse an dem hohen Alter. Weltzien: „Je jünger die Kinder sind, desto offener gehen sie in die Begegnungen mit den hochbetagten Menschen“. Entscheidend dabei ist, dass sie durch ihre pädagogischen Fachkräfte feinfühlig begleitet werden und die Teilnahme freiwillig ist. Thomas Klie: „Wir wissen, dass es gerade für Menschen am Ende ihres Lebens besonders bedeutsam ist, in Kontakt zu den ihnen nachfolgenden Generation zu stehen und sie erleben zu können.“ Das Projekt Begegnungen hat diese Gelegenheiten geschaffen. „Die älteren Menschen haben in dem Projekt Momente des Glücks, der Begegnung, des Kontaktes und ein Stück „Normalität“ – die gerade von den Älteren so dringend gewünscht wird – erlebt“, so Klie.

Das Ergebnis der Studie: Nach zwei Jahren regelmäßiger Teilnahme an den Begegnungen haben sich Veränderungen in den Einstellungen und Verhaltensweisen der Kinder ebenso wie in ihren sozial-emotionalen Kompetenzen gezeigt. Kinder, die häufiger an solchen Begegnungen teilgenommen haben, „kennen“ das hohe Alter besser, sie können stärker differenzieren zwischen altersspezifischen Merkmalen und der individuellen Persönlichkeit des alten Menschen. Auch Themen wie Krankheit, Pflege und Tod sind für die Kinder weniger tabuisiert und werden als „große Themen“ des Lebens diskutiert. Die Kinder haben zudem gelernt, sich in die Wünsche und Gefühle der alten Menschen hineinzuversetzen. (Quelle: idw)

Eine Explosion der Gefühle – Projekttag 3

Vertrautheit: Justus ergriff die Hand von Ferdinand auf dem Weg zur Bushaltestelle. Foto: Kuchenbecker

Gemeinsam verbunden: Justus ergriff die Hand von Ferdinand auf dem Weg zur Bushaltestelle. Foto: Kuchenbecker

Uns war schon ganz mulmig heute morgen. Als wir mit unseren 13 Kita-Kids in der Tagespflegeeinrichtung alter + pflege in Barmbek ankamen, begannen die Kinder so ungewohnt ruhig und zurückhaltend zu werden. Die älteren Menschen waren bereits dort und nahmen gerade ihr Frühstück ein. In diesem Moment waren wir uns nicht sicher, ob wir mit unserem Projekt „Was ist bloß mit Opa los?“ wirklich richtig lagen. Es richtig war, mit Kindern ab drei Jahren in eine Pflegeeinrichtung zu gehen.

Doch es war richtig. Sogar goldrichtig. Denn was sich in diesen anderthalb Stunden dort abspielte, kann man kaum in Worte fassen. Zuerst saßen die Kinder etwas isoliert an einem langen Tisch. Ganz für sich, ohne Kontakt zu den älteren Menschen. Die Mitarbeiter der Einrichtung hatten Malvorlagen, Stifte, Getränke und auch Kekse für die kleinen Gäste vorbereitet. Doch so richtiger Kontakt zu den älternen Menschen wollte sich nicht aufbauen.

Das änderte sich plötzlich, ganz langsam, als Ferdinand mit einer Schüssel Kekse die Kinder „anfütterte“. Ferdinand besucht die Einrichtung täglich, ist selbst Opa. Doch seine Enkelkinder sind zu weit weg; sie leben in Köln. Darum ist es für ihn ein besonders schönes Erlebnis, die Kita-Kinder um sich zu haben. Und auch die haben seine Zuwendung, die Aufmerksamkeit genossen. Denn immer mehr durchmischte sich das Treiben am Tisch: junge Menschen und alte Menschen malten ganz plötzlich zusammen. Und dann gab es kein Halten mehr. Es war wie eine Explosion der Gefühle: Die Kinder liefen durcheinander, spielten zusammen im Garten, vergnügten sich mit den Gästen der Tageseinrichtung beim Mensch-Ärger-Dich-Nicht-Spiel oder spielten Denkspiele mit ihnen zusammen.

Als wir dann gegen Mittag die Heimfahrt antraten, machte Ana Zoe uns ein wundervolles Kompliment: „Es war ein toller Ausflug.“

Ferdinand begleitete uns dann noch zum Bus. An seiner Hand der drei Jahre alte Justus. Beide genossen sichtlich das Zusammensein, von Berührungsängsten keine Spur. Es war eher ein wenig wie Vertrautheit. (nk)

Manchmal ist weniger einfach mehr – Tag 2 unseres Piloten

Puppenspiel im Kindergarten: Lillie und Opa zum Thema Vergesslichkeit. Foto: Kuchenbecker

Puppenspiel im Kindergarten: Lilli und Opa zum Thema Vergesslichkeit. Foto: Kuchenbecker

Was macht man eigentlich, wenn die Kinder den Sinn der Veranstaltung bereits am zweiten Projekttag verinnerlicht haben? Dicke Backen.

Ich habe nicht schlecht gestaunt, als heute während Puppe Lilli und Opa noch am Spielen war, die Kinder meinten, es sei völlig egal, ob Opa etwas vergisst oder nicht. Die Hauptsache ist, dass Opa einen lieb hat – und das auch immer haben wird. Diese Aussage der Kita-Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren hat mich umgehauen. Denn genau das ist es ja, was wir mit unserem Projekt den Kindern aufzeigen wollen: Gegen eine Demenz kann man sich nicht wehren, aber man kann damit liebevoll umgehen.

Und diese Gefühle waren es, auf die Stefanie Liersch von der Hamburgischen Brücke bei ihrem Puppenspiel noch extra einging. Denn Lilli hat sich anfangs schon Sorgen gemacht, dass Opa immer ihren Namen vergisst oder ihr ganz andere Namen gibt. Aber die Liebe zu ihm, sorgt für Verständnis. Klar und kurz zeigte sie den Kindern durch das Puppentheater, was Demenz mit einem machen kann und wie man als Angehöriger darauf reagieren kann. Und das ist gut 20 Minuten. Mehr war heute auch nicht drin. Denn bei 27 Grad kamen die Kinder ganz schön ins Schwitzen und freuten sich, dass sie nach dem Theater noch auf den Spielplatz durften.

Doch sie sind bestens für morgen mit Wissen ausgerüstet: Wir besuchen eine Tageseinrichtung und dürfen ältere Menschen kennen lernen, mit ihnen spielen, mit ihnen singen und reden. Das wird bestimmt aufregend.

Aufregend ist auch, dass wir einen zweiten Unterstützer gewinnen konnten. Und das Logo ist endlich auf unserer Seite zu sehen. Danke Frau Liersch, Danke an die Hamburgische Brücke und auch Danke an 3B Scientific für die tolle Unterstützung.

„Dann wohnt das Gehirn direkt unter dem Regenbogen“ – gelungener Start von „Was ist bloß mit Opa los?“

Ein gelungener erster Tag: Die Kinder waren neugierig auf das Gehinmodell. Foto: Kuchenbecker

Ein gelungener erster Tag: Die Kinder waren neugierig auf das Gehinmodell. Foto: Kuchenbecker

Was für ein toller Tag. So voller Aufregung, Anspannung und Entspannung. Ein Tag, der hätte nicht besser sein können. Denn die Kinder bei unserem Pilotprojekt waren einfach umwerfend.

Statt angemeldeten zehn Kindern für unser Projekt „Was ist bloß mit Opa los? „wollten plötzlich 17 (!) Kinder unbedingt mitmachen. Wie schön, wenn man auf alles vorbereitet ist und genug Gehirne zum Ausmalen dabei hat. Ja, ein Gehirn auszumalen, kann zur echten Kunst werden. Und so wurde die Malvorlage liebevoll mit Herzchen und Blüten, Lufballons und Girlanden verziert. Eifrig wurden Buntstifte getauscht, damit alles in den schönsten Farben leuchten konnte. Der Einstieg in unser Projekt war gelungen. Und die Kinder waren wissbegierig und so gar nicht ahnungslos. Sie wussten viel, dass man beispielsweise bei dieser Wärme viel trinken muss, sonst kann einem der Kopf echt wehtun.
Wir erfuhren von zahlreichen Unfällen, die den Kindern mit dem Kopf so passiert waren: Sie sind  aus dem Bett der Eltern gekracht,  aus dem eigenen, aus Omas Bett. Teilweise überschlugen sich ihre Stimmen, weil alle gleichzeitig reden wollten. Und es auch taten. Herrlich. Die Kinder haben über ihre schönsten Erlebnisse mit Oma und Opa gesprochen, über Schwimmbadbesuche und den DOM und über das gemeinsame Spielen. Auch der Tod wurde thematisiert.  Ana Zoe (5) mit dem wohl schönsten Satz des Tages dazu: „Dann wohnt das Gehirn direkt unter dem Regenbogen!“
Eigentlich hätten wir von unserem Gehirnmodell vier oder fünf haben müssen oder am besten gleich eines für jedes Kind, so rege war das Interesse. Für die Kinder war es ein echtes Highlight das Modell auseinander zu nehmen und wieder zusammen zu setzen.  Jeder wollte es anfassen, fühlen, puzzeln, es untersuchen, es erkunden.
Es war ein gelungener erster Tag bei den Kleinen Füßen in Barmbek und wir freuen uns schon jetzt auf morgen. (CU)

 

Heute ist der Tag: Was ist bloß mit Opa los?-Pilotprojekt startet

Was wir alles für einen Projekttag brauchen: Gehirn-Kopf-Modell, Anatomie-Atlas, Kreppband, Fotokamera, Malvorlagen und Bilderbücher.

Was wir alles für einen Projekttag brauchen: Gehirn-Kopf-Modell, Anatomie-Atlas, Kreppband, Fotokamera, Malvorlagen und Bilderbücher. Foto: Kuchenbecker

Kleine Kritiker können so schön schonungslos ehrlich sein. Das ist auch der Grund, warum wir unseren Piloten heute in einer Barmbeker Kita starten. Wir sind drei Tage lang zu Gast bei den Kleinen Füßen von der Stiftung Kindergärten Finkenau. Das wird ein Abenteuer. Wir sind schon aufgeregt. Alles was wir brauchen ist zusammengepackt. Bücher, Malvorlagen, Stifte, Kreppband, auch ein tolles Gehirnmodell, ein ganzer Kopf sogar. Heute werden wir knapp zwei Stunden (mit Pausen) mit den Kindern vieles zum Thema Demenz erfahren. Wir werden Nervenzellen malen, das Gehirn auf Herz und Nieren prüfen, auseinander nehmen und wieder zusammen bauen. Ja, sogar ein Bilderbuch werden wir lesen.

Das ist jedoch nur der Anfang unseres dreitägigen Projektes „Was ist bloß mit Opa los?“. Heute Theorie mit Aktion. Morgen dann wird es noch (!) aufregender. Dann besucht uns Stefanie Liersch von der Hamburgischen Brücke und gemeinsam werden wir Theater spielen. Und sie bringt sogar noch jemanden mit. Wen? Das wird erst morgen verraten.

 

3B Scientific hilft uns aus

Christine Wurst von 3B Scientific stellt Nicole Kuchenbecker (r.) ein Modell für das Projekt "Was ist bloß mit Opa los?" zur Verfügung.

Christine Wurst von 3B Scientific stellt Nicole Kuchenbecker (r.) ein Modell für das Projekt „Was ist bloß mit Opa los?“ zur Verfügung. 

Ich war heute an einem ganz besonderen Ort. Zumindest wenn man Medizin studiert (hat), ist dieses Plätzchen wie ein Paradies. Denn hier gibt es alles, von Stan, Max bis zu Leo (alles tolle Skelette in Lebensgröße), Herzen, Verdauungssysteme oder auch einen kompletten Torso. Ich habe heute den Showroom von 3B Scientific besucht. Denn das Hamburger Unternehmen mit Sitz in Lohbrügge hilft uns bei unserem Piloten „Was ist bloß mit Opa los?“. Ich durfte mir etwas abholen, dass wir morgen bei unserem Piloten sehr gut gebrauchen können. Wer errät, was es ist? Christine Wurst von 3B Scientific hat es möglich gemacht, dass wir ein siebenteiliges Modell mit in den Kindergarten nehmen können. Nun können die Kita-Kids sich einen kompletten Kopf mal aus der Nähe ansehen und vor allen Dingen auch auseinander nehmen. Die Modelle sind so robust, da brauchen wir keine Angst zu haben das kleine Kinderhände etwas beschädigen. Und zum erklären und herausfinden sind sie bestens geeignet. Wir danken schon jetzt dem Team von 3B Scientific für die tolle Unterstützung. (nk)

Damit kann man sehr gut arbeiten

Vom Ravensburger Spieleverlag haben wir Buchspenden für unser Projekt "Was ist bloß mit Opa los?" erhalten.

Vom Ravensburger Spieleverlag haben wir Buchspenden für unser Projekt „Was ist bloß mit Opa los?“ erhalten. Foto: Kuchenbecker

Morgen ist es soweit. Dann „testen“ wir an zwölf Kita-Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren in Hamburg Barmbek wie unser Projekt „Was ist bloß mit Opa los?“ ankommt; wo unsere Stärken und Schwächen liegen. Und da Kinder so eine wunderbar, herrlich frische Art haben und alles so frei von der Leber weg plappern, kann ich mir keine besseren Kritiker für unseren Piloten vorstellen.

Damit das Projekt richtig gut wird, haben wir eine Menge Programm auf die Beine gestellt. Toll ist, dass uns auch der Ravensburger Verlag mit Bücherspenden unterstützt. Denn genau zu unserem Thema „Gefühle“ hat Ravensburger in seiner Serie Wieso? Weshalb? Warum? Junior das passende Buch herausgebracht. Wir werden mit den Kindern über ihre Gefühle sprechen. Angst, Wut, Freude – alles ist erlaubt und vollkommen normal. Doch meist sind wir großen Menschen diejenigen, die ihre Gefühle nur schwer zulassen können. Doch im Umgang mit einem an Demenz erkrankten Menschen geht es eben über Gefühle und über das Fühlen. Wir sind gespannt, was die Kinder uns erzählen und wie viel Spaß sie mit den Büchern haben werden.

Ein herzliches Dankeschön geht daher an den Ravenburger Verlag für die tolle Unterstützung. (nk)

 

Verein, wir kommen – und Marko Bodenstein ist mit an Bord

Nicole Kuchenbecker, Claudia Unruh (Mitte) und Marko Bodenstein haben das Projekt Vereinsgründung auf den Weg gebracht.

Nicole Kuchenbecker, Claudia Unruh (Mitte) und Marko Bodenstein haben das Projekt Vereinsgründung auf den Weg gebracht.

Wieder ein Schritt in die richige Richtung gemacht. In dieser Woche haben wir so viel Zuspruch auf Facebook und Twitter bekommen. Das ist wirklich überwältigend. Denn innerhalb eines Tages haben wir 35 Likes für unsere EbenimLeben-Seite erhalten. Unterstützer sind immer willkommen. Daher freuen wir uns auch, dass wir Marko Bodenstein mit an Bord haben. Der Pinneberger Steuerberater ist nicht nur ein guter Freund, sondern der Mann, mit dessen Hilfe wir unseren e.V. (eingetragener Verein) schnell erhalten werden. Dann können wir nämlich noch mehr Gas geben; nach den Sommerferien das gesamte Hamburger Stadtgebiet mit unserem Projekt unsicher machen und viele, viele Kinder für ein wichtiges Thema sensibilisieren: für die Demenz und die Menschen, die von dieser Krankheit betroffen sind.  (nk)

Gehirn gesucht – ich hab meines leider verlegt

Sobotta und Schiebler lassen grüßen. Etwas eingestaubt – mein Wissen und auch die Literatur dazu.

Sobotta und Schiebler lassen grüßen. Etwas eingestaubt – mein Wissen und auch die Literatur dazu. Foto: Kuchenbecker

Die Visitenkarten sind bestellt. Juhu. Wieder einen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Claudia und ich sind zuversichtlich, dass unser Pilotprojekt in der kommenden Woche gut ankommen wird.

Die Kita haben wir zumindest gefunden. Der Ablaufplan für drei Tage rund um die Demenz steht. Sogar die Referentin Stefanie Liersch von der Hamburgischen Brücke hat zugesagt. Jetzt kann es eigentlich losgehen. Aber unsere Materialien fehlen noch: Ich habe mein Gehirn nämlich verkauft oder verlegt. So genau weiß ich das leider nicht. Warum Claudia das so zum Lachen bringt, weiß ich nicht. Naja, die Rede ist von dem tollen Modell, das ich während meiner Studienzeit bei mir beherbergte. Jetzt müssen wir wohl ein neues besorgen. Aber das Internet bietet ja die eine und andere Möglichkeit. Und an den Malvorlagen bin ich auch schon dran. Und auch meine Anatomiebücher sind schon entstaubt.

Claudia übernimmt das Briefing der Referentin. Schließlich sollen die 10 Kinder ja auch unterhalten werden und nicht immer nur selbst was machen müssen. Überfordern wollen wir die Kita-Kids ja nicht. Auf die Rückmeldung der Leitung bin ich ja auch gespannt. Ob sie so einen detaillierten Ablaufplan schon jemals gesehen hat? Da merkt man, dass in Claudia und mir 15 Jahre TV-Produktions-Arbeit stecken. Da geht auch nix ohne genauen Ablaufplan. Ob man sich dann allerdings daran hält, steht auf einem ganz, ganz anderen Blatt. Gerade mit den Kindern. Denn eines ist bei unserem Projekt wichtig: Wir wollen gemeinsam eine tolle Zeit haben, etwas lernen und uns gemeinsam mit einem wichtigen Thema auseinandersetzen.

Wir warten es mal ab. Und in Kürze werden die schönsten Fotos von unserem Pilotprojekt hier zu sehen sein. (nk)

Unsere erste Erwähnung in der Öffentlichkeit

Claudia Unruh mag Ahrensburg und eben im Leben.

Hurra, jetzt sind wir mit unserem Projekt so richtig öffentlich. In der aktuellen Ausgabe von Hamburg Flughafen wird Claudia Unruh vorgestellt – und so ganz beiläufig unser Projekt eben im Leben. Als dieser Artikel in Arbeit war, steckte das Projekt noch in den Kinderschuhen. Daher wurde es nur zaghaft erwähnt.

Das ist jetzt anders. In der kommenden Woche starten wir unseren Piloten mit einem Kindergarten aus Barmbek.

Drei Tage lang werden sich zehn Kinder mit dem Thema Demenz auseinandersetzen. Auf ganz unterschiedliche Arten; spielerisch, künstlerisch, kreativ und auf ihre ganz persönliche Weise. Wir und auch die Kindergartenleitung sind gespannt wie die Kids mit dieser Thematik umgehen werden. (nk)